Translations:Circular Economy/5/de
„Circular Economy“ lässt sich ins Deutsche als Kreislaufwirtschaft übersetzen. Der Begriff Kreislaufwirtschaft ist in Deutschland vor allem durch die Gesetzeshistorie der Abfallwirtschaft geprägt. [1] So wird die Kreislaufwirtschaft auch in der Wissenschaft oft in einem abfallwirtschaftlichen Kontext betrachtet, wodurch die Circular Economy vielfach auf das Recycling reduziert wird. [2] Recycling allein reicht jedoch nicht aus, um Kreisläufe nachhaltig zu gestalten (vgl. Recycling Economy). Um eine Abgrenzung vom abfallwirtschaftlich geprägten Begriff Kreislaufwirtschaft zu schaffen, wird die Circular Economy deshalb zunehmend mit "Zirkulärer Wertschöpfung“ oder „Zirkulärem Wirtschaften“ übersetzt. Eine Implementierung des kreislaufwirtschaftlichen Gedankens begann in Deutschland mit Einführung der Verpackungsverordnung 1991 und wurde als Begriff letztendlich 1996 mit dem und Kreislaufwirtschafts- und Abfallbeseitigungsgesetz eingeführt. Der Begriff „Circular Economy“ ist gegenüber der Entwicklung des dahinterliegenden Ansatzes noch jung und hat sich im internationalen Raum in unterschiedliche Richtungen entwickelt, so dass diverse Definitionen aufgestellt wurden. Kirchherr et al. (2017, 2023)[2][3] haben insgesamt 221 Definitionen erfasst, die sie hinsichtlich des ganzheitlichen, systemischen Ansatzes auswerteten. Da keine Definition alle wesentlichen Komponenten der Circular Economy berücksichtigte, entwickelten Kirchherr et al. (2017)[2] eine eigene Definition: Eine Circular Economy ist ein „Wirtschaftssystem, das das "End-of-Life"-Konzept durch die Reduktion, Wiederverwendung, das Recycling und die Rückgewinnung von Materialien in Produktions-, Vertriebs- und Verbrauchsprozessen ersetzt. Es wirkt auf der Mikroebene (Produkte, Unternehmen, Verbraucher), Mesoebene (Öko-Industrie Industrieparks) und auf der Makroebene (Stadt, Region, Nation und darüber hinaus), mit dem Ziel eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, die gleichzeitig Umweltqualität, wirtschaftlichen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit schafft, zum Nutzen der heutigen und künftigen Generationen. Ermöglicht wird dies durch neuartige Geschäftsmodelle und verantwortungsbewusste Verbraucher.“ Aus dieser Definition der Circular Economy lassen sich konkrete Strategien zur Umsetzung in der Anthroposphäre ableiten. Die sogenannten „R“-Strategien beschreiben die Möglichkeit der Werterhaltung von Materialien und setzen an jedem Lebenszyklusabschnitt des Produkts an. Die R-Strategien wurden aus der Abfallhierachie abgeleitet. Neben der Dematerialisierung (Einsparungen, Verringerung des Material- und Energieverbrauchs sowie Steigerung der Ressourceneffizienz, darin integriert Verlängerung der Produktlebensdauer) führen auch Strategien der Rematerialisierung (Wiederverwendung, Wiederaufbereitung und Recycling) zu einer Circular Economy. Damit werden die drei Leitstrategien einer nachhaltigen Entwicklung adressiert:
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