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Entstehung von Lagerstätten

Rohstofflagerstätten sind natürliche, räumlich begrenzte Anreicherungen von mineralischen Rohstoffen oder fossilen Energieträgern. Sie entstehen durch komplexe geologische Prozesse über Millionen von Jahren und zeigen eine große Vielfalt, die sich in unterschiedlichen Lagerstättentypen widerspiegelt. Magmatische Lagerstätten bilden sich durch die Kristallisation von Mineralien aus erkaltendem Magma, wie bei Platinvorkommen. Sedimentäre Lagerstätten, die häufig bei Bauxit (Aluminium), Phosphat oder Kohle anzutreffen sind, resultieren aus der Ablagerung und Diagenese in ehemaligen Meeres- oder Flussbecken. Hydrothermale Lagerstätten entstehen durch heiße, mineralreiche Flüssigkeiten, die aus dem Erdmantel aufsteigen und in Rissen Metalle wie Gold, Silber oder Zinn ablagern. Placer-Lagerstätten sind mechanisch angereicherte Ablagerungen durch Erosion und Flussverlagerung, etwa bei Gold. Evaporit-Lagerstätten wie bei Kalisalz oder Gips bilden sich durch Verdunstung von Meereswasser in geschlossenen Becken, wie sie beispielsweise in Norddeutschland vorkommen. Pegmatite liefern seltene Elemente wie Lithium durch die letzten Phasen magmatischer Kristallisation. Diese Vielfalt spiegelt beispielhaft die Komplexität geologischer Prozesse wider und zeigt, wie komplex und vielfältig damit einhergehend auch der Abbau der Rohstoffe ist.