Translations:Geschichte der Abfallwirtschaft/7/de

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14. Jh.
(München): Verordnung, dass Müll innerhalb von 3 Tagen vor der eigenen Tür weggeräumt werden muss, Strafe für Entsorgung des Abfalls auf der Straße, Verwertung durch Rennsäue, die durch die Straßen getrieben wurden [1]
15. Jh.
Städte und Straßen mussten gepflastert werden, Einführung von Abfallsammelbehältern [2]
1850-1890
Wissenschaftler (u.a. Robert Koch) weisen das erste Mal Bakterien und Viren als Krankheitserreger nach und deren Verbreitungspfade in Abhängigkeit von Hygiene [2]
1893
Bau der ersten Müllverbrennungsanlage in Deutschland als Folge von Cholera-Pandemien und der anschließenden Notwendigkeit zur Verbringung der mit Cholera verseuchten Abfälle [2]
1895
Berlin führt Polizeiverordnung zur Müllabfuhr ein und damit eine geordnete, staubfreie Müllabfuhr; „Haus- und Wirtschaftsabgänge, insbesondere Müll, Asche, Schlacken, Abraum, Schutt, usw. dürfen auf der Straße nur in völlig undurchlässigen, geschlossenen Behältern transportiert werden.“ [3] [4]
1900
Reichsseuchengesetz (staatliche Überwachung für Einrichtung von Trinkwasser und die Fortschaffung von festen Abfallstoffen) [4]
1903
(Berlin): 3-teiliges Erfassungssystem (Asche und Kehricht, Wertstoffe, Küchenabfälle) [4]
Ende 19. Jh.
Regulierung in Kommunen durch Gebührenerhebung für Müllabfuhr und Abwasserbeseitigung durch Polizeiverordnungen [5]
Anfang 20. Jh.
Bau von Sortieranlagen in Berlin, Hamburg und München, Kombination von Siebtrommeln und Förderbändern, Einführung des „Recycling“-Gedankens [2]
1925
erstmaliger Einsatz von Kraftwagen mit Elektromotoren für die Müllabfuhr [4]
1935
Deutsche Gemeindeordnung (DGO); Einführung des Anschluss- und Benutzungszwangs [3]
1936/1937
Müllverwertung wird in die Kriegsvorbereitung einbezogen, die möglichst vollständige Wiederverwertung aller Altstoffe sollte angestrebt werden, um Rohstoffe einzusparen; Göring setzt einen „Reichkommissar für Altmaterialverwertung“ ein [4]
2. Weltkrieg/Nachkriegszeit
Müll wurde großteilig in Kohleöfen verbrannt [5]
1945
Alliierte stellen Wiederherstellung der Müllabfuhrsysteme zur Seuchenabwehr in den Vordergrund [4]
1948
Die Berliner Bevölkerung beteiligte sich unter dem Befehl der Alliierten an der „Reinigungs-Sonderaktion“ im Jahr 1948, wobei insgesamt 60.000 „Trümmerfrauen“ einen großen Beitrag zur Müllbeseitigung leisteten. [4]
1952
Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für kommunale Abfallwirtschaft (AkA)“ [3]
1960
Wasserhaushaltsgesetz (WHG); Ablagerung von Abfallstoffen nur so, dass keine schädliche Verunreinigung des Grundwassers zu befürchten war; erste Regulierung, um nach Alternativen zur Müllbeseitigung durch Ablagerung zu suchen [5]
1961
Im Bundesseuchengesetz wurde festgelegt, dass die Gemeinden darauf hinzuwirken haben, dass bei der Beseitigung von festen und flüssigen Abfall- und Schmutzstoffen keine Gefahren für die menschliche Gesundheit durch Krankheitserreger entstehen. „Eine ordnungsgemäße Müllabfuhr ist für die Verhütung übertragbarer Krankheiten von erheblicher Bedeutung“ [3]
1963
Gründung der „Länderarbeitsgemeinschaft Abfallbeseitigung (LAGA)“ [3]
1965
Einrichtung der Zentralstelle für Abfallbeseitigung (ZfA) beim Bundesgesundheitsamt durch Bund und Länder (Erarbeitung Grundsätze und Richtlinien und Veröffentlichung in Form von Merkblättern zusammenzufassen) [2] [5]
Anfang der 70er Jahre
Enorme Zunahme der (Haus)Müllmengen infolge des Wirtschaftswunders [2]
70er Jahre
getrennte Erfassung von Glas und Papier, 2-Tonnen-System [1]
1972
Abfallbeseitigungsgesetz (AbfG) (erste Bundeseinheitliche Regelung; Abfallrecht zu Planung, Organisation und Kontrolle der Abfallbeseitigung) [6]
1972
Etablierung der Umweltministerkonferenz der Länder [7]
1975
G-Altölbeseitigungs-Richtlinie [3]
1976
1. Novelle AbfG: Entsorgunsgverpflichtung der Länder, Kontrolle der Sonderabfallbeseitigung [6]
80er Jahre
Einführung Bioabfallerfassung mit 3-Tonnen-System [8]
1982
2. Novelle AbfG [6]
1985
3. Novelle (Regelungen der grenzüberschreitenden Abfallverbringung (Abfallexporte)) [6]
1986
Abfallgesetz (Abfallwirtschaft wird im Gesetz verankert, Hierarchie: Vermeiden, Vermindern, schadlos Beseitigen) [6]
1986
Gründung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (infolge des Reaktorunglücks von Tschernobyl) [7]
1989
Verordnung über die Entsorgung gebrauchter halogenierter Lösemittel (HKWAbfV) [3]
1991
Rechtsverordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen (Verpackungsverordnung); separate Erfassung LVP (Umsetzung Verpackungsverordnung); Einführung des Sammel- und Verwertungssystems mit dem „Grünen Punkt“ der Duales System Deutschland GmbH [3]
1991
Verordnung zum Verbot von bestimmten, die Ozonschicht abbauenden, Halogenkohlenwasserstoffen (FCKW-Halon-VerbV) [3]
1991
Technische Anleitung – TA Abfall [3]
1996
Kreislaufwirtschafts- und Abfallbeseitigungsgesetz (Ganzheitliche Lösung des Abfallproblems: Vermeiden, Verwerten, schadlos Beseitigen) [6]
1998
Batterieverordnung (BattV) [3]
2001
Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) [3]
2005
Verbot über die Ablagerung von unbehandelten, organischen, biologisch abbaubaren Siedlungsabfällen [3]
2009
Batteriegesetz (BattG) [3]
2012
Kreislaufwirtschaftsgesetz (Erweiterte Hierarchie mit 5 Stufen: Vermeiden, Wiederverwerten, stofflich Verwerten (Recycling), energetisch Verwerten, schadlos Beseitigen) [6]
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  6. ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Wertstoffblog KWG wurde kein Text angegeben.
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