Translations:Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)/17/de
- Prozess in der Papiermaschine
In der Papiermaschine werden die vermischten Bestandteile des Papiers zu einem einheitlichen Faserverbund verarbeitet (vgl. Abbildung 5). Im Stoffauflauf wird der mit Wasser verdünnte Faserbrei (Pulpe) auf einem feinmaschigen Endlossieb verteilt. Durch die Bewegung des Siebs wird eine erste Entwässerung vorgenommen, wobei gleichzeitig die Fasern zu einer homogenen, blattförmigen Struktur verfilzen. Nach der Presspartie, in der das Papiergefüge durch Druck verdichtet und weiter entwässert wird, besitzt es einen Trockengehalt von 45%. Die Restfeuchte wird im folgenden Schritt mithilfe von dampfbeheizten Trockenzylindern entzogen, sodass das Rohpapier am Ende einen Trockengehalt von rund 97% besitzt. Im letzten Schritt wird im Glättewerk die Blattdicke des Papiers optimiert. Wenn das Rohpapier als Schreib- und Druckmaterial verwendet werden soll, folgt anschließend der Veredelungsprozess des Streichens. Dabei werden Pigmente (z.B. Kaolin oder Titandioxid), Bindemittel (Latex, Kasein und Sojaprotein) und Hilfsstoffe (Dispergier- und Netzmittel, Konservierungsstoffe, Schaumverhinderer sowie pH-Einstellmittel) aufgebracht, damit eine gute Übertragung von Druckfarben gewährleistet werden kann. Im letzten Arbeitsschritt wird die endgültige Oberflächenstruktur durch die Satinage erzielt. Dafür wird die Papierbahn im Kalander unter Druck und Temperatur leicht verdichtet. Das führt dazu, dass die Bedruckbarkeit verbessert und dem Papier Glanz und Glätte verliehen wird [1].
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