Translations:Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)/36/de

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Im ersten Schritt wird das Einsatzmaterial durch das Hinzufügen von Wasser aufgelöst und eine pumpfähige Faserpulpe wird erzeugt. Dies geschieht beispielsweise in einer Drehtrommel. Gröbere Fremdkörper werden durch die Zentrifugalkräfte an die Trommelwand geschleudert und dort aus der Pulpe abgetrennt. Um die Druckfarbe aus den Fasern von Deinking-Papier zu lösen, werden die Chemikalien NaOH und Fettsäure zugesetzt. Darauf folgt die Grobsortierung, die in Dickstoffreinigern und Drucksortierung unterteilt ist. Im ersten Prozess werden in Hydrozyklonen kleinere, schwerere Fremdstoffe (Glas, Steinchen und Metallklammern) abgeschieden. Im Drucksortierer werden flächige Fremdstoffe (Kunststofffolien, Al-Folien, Klebestreifen) aussortiert. Im Weiteren wird die verdünnte Pulpe in Hydrozyklonen und Schlitztrommelsieben gereinigt, bei denen kleinere Schwerteilchen (Sand, Kleber) und flächige Teilchen entfernt werden. Für die Erzeugung von graphischen Papieren (sog. „weiße Ware“) ist zusätzlich ein Deinking notwendig, bei dem die bereits von den Fasern gelösten, hydrophoben Farbpartikel entfernt werden. Beim Deinking handelt es sich um einen Flotationsprozess. Dabei wird durch die Hinzugabe von Flotationschemikalien, die Hydrophobierung der Druckerfarbpartikel forciert. Es werden Luftblasen in die Farbsuspension eingeführt, wodurch sich die gelösten, hydrophoben Farbpartikel an die Luftblasen anheften und einen Schaum an der Oberfläche bilden, der dann abtrennbar ist. Die Flotation wird zweimal durchgeführt. Zwischen beiden Flotationsschritten wird die Fasersuspension noch einmal mit einem Scheibenfilter entwässert und im Disperger einer Reibungsbeanspruchung unterzogen, wodurch restliche Druckfarben gelöst und Störstoffe zerkleinert werden. Das Besondere am Deinking ist, dass es nur für nicht wasserlösliche Farbe möglich ist. Die Flotation und Dispersion sind optionale Vorgänge und werden nicht in allen Anlagen durchgeführt [1].

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