Translations:Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)/4/de

Aus CirculateD

Ausgangsfasern Holzstoff und Zellstoff

Papier besteht überwiegend aus pflanzlichen Fasern. Um den Werkstoff herzustellen, werden Naturfasern verfilzen. Dies geschieht, indem Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Fasern ausgebildet werden, die auch Eigenverklebung genannt werden. Papier wird entweder aus Holzstoff oder aus Zellstoff hergestellt, bei deren Produktion das Holz unterschiedlich aufbereitet wurde. Die eingesetzten Fasern unterscheiden, ob das produzierte Papier als holzfreies Papier (Zellstoff) oder als holzhaltiges Papier (aus Holzstoff) klassiert wird. Zur Herstellung von Holzstoff wird Holz mechanisch aufbereitet und unter Wasserzugabe zerfasert. [1] Holzstoff enthält einen hohen Anteil an Lignin. Mit dem mechanischen Holzaufschlussverfahren wird Holzstoff herzustellen, indem Holz gegen zwei rotierende Schleifsteine gepresst und somit zu Fasern verschliffen wird. Alternativ kann Holzstoff in einem Refiner produziert werden, welches eine gehäuseumschlossene Maschine zur mechanischen Zerfaserung ist. Refiner-Holzstoff kann auf zwei verschiedene Weisen hergestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Herstellung von thermomechanischem Holzstoff (TMP), bei dem die Holzhackschnitzel unter Wärme und Druck von zwei rotierenden Refinerscheiben bearbeitet werden. Bei der anderen Möglichkeit, der Herstellung von chemisch-thermomechanischem Refiner-Holzstoff, werden die Hackschnitzel zusätzlich noch chemisch vorbehandelt. [2] Vorteile der mechanischen Fasergewinnung sind der geringere Chemikalieneinsatz, die hohe Papierausbeute und eine inländische Herstellung (vgl. Tabelle 1). Nachteile sind, dass der Energieverbrauch sehr hoch ist und das Papier brüchig wird und schnell vergilbt (vgl. Tabelle 1).

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